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Der aktuelle Pechvogel

Als ehemaliger Mathematik-Student, Informatiker, Schach-Wertungsreferent, und Börsen-Daytrader kann ich mit Statistik recht gut umgehen. Ereignisse gruppieren sich meist um einen Mittelwert, doch eben nicht immer. So wie schon

"mancher Nichtschwimmer ersoffen ist, der einen Fluß überquert hat, der im Mittel 30 cm tief war"

so gibt es im Leben manchmal Häufungen von Ereignisse, gute wie schlechte, bei denen alles zusammenkommt. Der berühmte Berufspessimist McMurphy würde jetzt sagen "Toleranzen summieren sich stets an der ungünstigsten Stelle".

Tja und so ein Augenblick ist grade der Herbst 2000. Man könnte auch von einem Domino-Effekt sprechen. Also es fing ganz harmlos an, mit einem wohlverdienten Urlaub am Meer in Südfrankreich:

Allerdings war die Matratze schon arg durchgelegen, deshalb stellten sich erstmal leichte Rückenprobleme ein, die ich mit viel Schwimmen eingrenzte.

Dann zum Ende des Urlaubs war ich gerade mal wieder auf dem Weg zur Rezeption, da stolperte ich direkt in ein ca. 10 cm tiefes Schlagloch auf der geteerten Straße und hab mir da den Knöchel gebrochen und mußte mit einem Krankenwagen vom ADAC nach Hause chauffiert werden.

 

Hier habe ich dann für 7 Wochen einen Gips verpaßt bekommen und wegen der Schonhaltung des linken Beines dann erst recht Rückenprobleme und schließlich den Ischias ins rechte Bein bekommen, so daß ich mich mit Schmerzmittel vollpumpen mußte, um nachts noch etwas schlafen zu können.

Die Ärzte haben mir so gut wie gar nicht helfen können; mit Massage habe ich die Zeit einigermaßen überwunden. Meine Wohnung war auch eine halbe Baustelle, da im ganzen Obergeschoß der Teppich ausgetauscht wurde. Um ein neues Auto mußte ich mich auch kümmern, da der Leasingvertrag beim alten ausgelaufen war..

Die Sache regte mich natürlich fürchterlich auf, so daß zur Abwechslung ein Hörsturz dazu kam. Der Arzt verpasste mir eine Zwangsruhepause und alles Geschäftliche, Private und Schachliche mußte liegenbleiben. Nur mit Liegenbleiben ist die Arbeit nicht getan, sondern muß halt nachgeholt werden, was sehr anstrengend ist und auf die Konzentration geht.

  Und weil ich nicht aufgepaßt habe, hab ich jetzt noch selbstverschuldet einen Autounfall hingelegt.

Der lief glücklicherweise glimpflich ab, ohne Airbag würden diese Zeilen aber wohl kaum von mir geschrieben worden sein.

Ein Auto-Totalschaden, die ganze Action mit der Versicherung, ein paar Tage Krankenhaus wegen Rippenprellung runden also den miesen Herbst 2000 ab.

 

Ich hoffe, jetzt versteht der eine oder andere, warum ich

1. mit der Arbeit hinterhergehinkt bin (im wahrsten Sinne des Wortes) und
2. nicht so toll gelaunt bin.

Als Statistiker würde ich den Fall allerdings so sehen: Jetzt kam soviel zusammen, daß ich für die nächsten 5 Jahre eigentlich Ruhe haben sollte. Schau'n mer mal.


Stand vom Dienstag 28. November 2000, erstellt von Bernd Walther